Die Umsetzung einer
rassistischen Utopie
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Die Ostplanungen der verschiedenen SS-Ämter im Überblick, nach Dokumenten erarbeitet von Karl Heinz Roth und Claus Carstens. |
Die Neuordnung Osteuropas wurde konsequent nach rassenideologischen
Prinzipien konzipiert. Am Anfang fast aller Planungsvarianten stand
die „Totalerfassung“, die „rassische Durchmusterung“
oder die „Selektion“ der in den besetzten Ostgebieten
lebenden Bevölkerung. Für die „Wiedereindeutschungsfähigen“
und „rassisch erwünschten Fremdvölkischen“
war eine „Eindeutschung“ oder „Rückvolkung“
vorgesehen. Die Ermordung der jüdischen Bevölkerung wurde
in den Plänen gar nicht mehr erörtert – sie wurde
als Selbstverständlichkeit einfach vorausgesetzt. Nach den
Planungen des Reichssicherheitshauptamtes vom November 1941 sollten
31 Millionen Polen, Balten, Ukrainer und Weißrussen deportiert
oder ermordet werden, weitere 14 Millionen „Fremdvölkische“
als Arbeitssklaven Verwendung finden. Der Generalplan Ost vom Juni
1942 setzte andere Akzente: Die Einheimischen sollten nun nicht
mehr gewaltsam deportiert, sondern auf Kolchoseland umgesiedelt
werden. Hinzu kam die Dezimierung der Bevölkerung durch Zwangsarbeit
und forcierte „Entstädterung“. In der Konsequenz
ging es darum, einen Großteil der Bevölkerung zu ermorden
oder verhungern zu lassen. Um die eroberten Gebiete dauerhaft „deutsch“
zu machen, plante Meyer einige Millionen Deutsche sowie „Germanen“
aus Westeuropa dort anzusiedeln. Sie sollten die einheimische Bevölkerung
„biologisch“ verdrängen.
"Dieser germanische Osten bis zum Ural muß ... die Pflanzstätte germanischen Blutes sein, damit in 4 bis 500 Jahren ... statt 120 Millionen 5 bis 600 Millionen Germanen vorhanden sind."
Heinrich Himmler, 1942
vor SS- und Polizeiführern in der Ukraine
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