„Deutsche“ Dörfer für die „Germanisierungszonen“
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In Broschüren und Modellen wurde die Anlage deutscher Musterdörfer
im Osten mit unterschiedlichen Bautypen für Bauernhöfe,
Landarbeiterhäuser und Gewerbebetriebe dargestellt –
bis hin zur „artgemäßen“ Inneneinrichtung.
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Die Planungen für die deutsche Besiedlung des eroberten Ostens
gingen bis ins letzte Detail. Die Planer entwarfen am Reißbrett
„ideale“ Musterdörfer und -städte, die das
Bild des eroberten Raumes prägen sollten. Dabei versuchten
sie, „Bodenständigkeit“ und „Naturnähe“
mit moderner Funktionalität zu verbinden. Äußerlich
sollten die neuen Dörfer dem jeweiligen „Heimatstil“
jener Regionen entsprechen, aus denen die deutschen Siedler kamen.
Zugleich sollte aber hinter den Fassaden Platz für eine effiziente,
auf Maschineneinsatz gestützte Hochleistungslandwirtschaft
sein. Obwohl sich die Silhouetten der neuen Orte am Stil der Zeit
„vor 1850“ orientieren sollten, waren Parteihäuser,
Heime der Hitlerjugend, Vortragssäle, Schwimmund Sportstätten,
Strom- und Telefonleitungen vorgesehen.
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... Damit warben die Planer um Konrad Meyer in den Jahren 1941/42
öffentlich für ihre Visionen. Das Foto zeigt den Neubau
eines Musterdorfes im „Warthegau“. |
Die Schaffung „deutscher“ Dorfanlagen und „artgerechter“
Landschaften in den östlichen „Germanisierungszonen“
galten als ein Beitrag zur „Volkstumspflege“, der auch
im Inneren Deutschlands wirksam werden sollte.
"Jede große Zeit pflegt sich in ihren Bauten ein Denkmal zu setzen und aus neuem Geist neue Formen zu schaffen. Das muß auch für die Neudörfer im Osten gelten."
Konrad Meyer, 1942
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