Dynamik des Scheiterns –
Dynamik der Vernichtung
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Aus ihren Häusern vertriebene Polen werden von der SS zum
Weitertransport registriert. |
Die Umsiedlungspläne der Nationalsozialisten waren gekennzeichnet
von einem raschen Wechsel widersprüchlicher, jedoch stets als
„endgültig“ gedachter Projekte. Sollten zunächst
alle „Volksdeutschen“ nach Westpolen umgesiedelt werden,
so begann man 1942 damit, im ostpolnischen Kreis Zamosc 13 000 Deutsche
anzusiedeln. Im März 1941 wurden 45 000 in Litauen lebende
Deutsche nach Westpolen transportiert, doch schon ab Juli 1942 siedelte
man 22 000 von ihnen wieder zurück nach Litauen.
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Bei der Erfassung und Umsiedlung von Deutschen aus dem „Generalgouvernement“
in den „Warthegau“ wurden jüdische Zwangsarbeiter
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Die Organisation der Umsiedlungen scheiterte immer wieder an mangelnden
Ressourcen, Kompetenzkämpfen, unrealistischen Zielen und beschränkten
Fähigkeiten. So hatten von den bis März 1942 aus Osteuropa
„heimgeholten“ 511 000 Deutschen 287 000 Wohnsitze im
annektierten Polen erhalten. 93 000 lebten inzwischen im „Altreich“,
doch 131 000 „siedelten“ noch immer in „Durchgangslagern“.
Zudem waren die NS-Eliten nie bereit, die angestrebten Ziele den
Realitäten anzupassen. Vielmehr reagierten sie auf jedes Scheitern
mit noch monströseren Plänen und noch brutaleren Praktiken.
Die so in Gang gehaltene Dynamik der Vernichtung endete erst mit
der totalen Niederlage Deutschlands 1945.
"Der Osten wird erst in dem Augenblick ... für alle Zeiten deutsch bleiben, in dem aus dem ... deutschen Siedlungsraum alles fremde Blut, daß die einheitliche Geschlossenheit des grenzdeutschen Volkstums gefährden könnte, restlos entfernt ist."
Konrad Meyer, 1941
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